Dienstag, 14. Februar 2017

Die perfekte Welle



Yay! Die Vorbereitungen für unser grosses Abenteuer laufen und bald können wir die ersten Häuser besichtigen.
Die Reaktionen auf unsere 'lebensverändernde Massnahme' ;0) waren sehr unterschiedlich: da gab es echtes Betroffensein, Wehmut, Abschiedsschmerz, aber auch Freude, dass unser Traum so kurz vor der Erfüllung steht.
Im Gegensatz dazu kam aber auch Unverständnis, Kopfschütteln und Tuscheln. 

Und was soll ich sagen? That's life und genau DAS macht es aus! Die Gegensätze machen das Meer so interessant und ohne Wellen gibt's eben auch nicht dieses Kribbeln im Bauch, was wohl viele kennen, wenn sie von einer besonders grossen Welle angeboben und fortgetragen werden.

Und so geht es mir übrigens gerade auch.
Mit dem Board unterm Arm stehe ich gedanklich am Ufer und sehe grosse Wellen heran rollen. Sehr grosse.
Einerseits habe ich Bedenken, ob ich alles schaffe - andererseits ist da dieses Gefühl, dass ich mich jetzt genau DA rein stürzen muss, wenn ich lernen will auf den Wellen zu reiten.

Kurzum - am kommenden Montag gehe ich zu einer Schilddrüsen-OP in's Krankenhaus.
Die OP an sich ist keine grosse Sache, aber Narkose, Medikamentengabe und Verpflegung sind schon eine echte Hürde. 
Und auch die Frage, wie es danach gesundheitlich weiter geht, ist auch nicht klar. Denn Autoimmunerkrankungen sind tricky und suchen sich eben auch immer ein neues Angriffsziel aus, wenn ein altes weg ist. 
Aber sei's drum - die Schilddrüse muss raus. Definitiv. Zu grosse Knoten - vor allem frontal. Die Grössenzunahme ist nicht zu leugnen und macht mir mittlerweile das Schlucken und in manchen Situationen auch das Atmen schwer. 

Also. Da stehe ich nun. Ich habe mich mit einem extra fancy Board gewappnet - versorge mich mit allem, was mir innerlich Power und Vertrauen gibt und dann steige ich am Montag um kurz vor sieben aus dem Auto und werde das Ding rocken. 

Solange ist hier Funkstille - und im Shop natürlich auch.

Und wenn ich wieder online bin, dann habe ich eine Narbe mehr auf meinem Board - aber dafür kann ich dann immer wilde Geschichten über mein Abenteuer erzählen.
Über die perfekte Welle, in die ich mutig reingesprungen bin. 

Bis bald, Ihr Lieben!
Eure Wiebke

Montag, 6. Februar 2017

Wir packen die Koffer


Am vergangenen Freitag haben wir es den Kindern gesagt.
Und im ersten Augenblick haben sie nach Luft geschnappt und dann fingen sie an zu weinen. 

Ich habe Ihnen von unserem grossen Traum erzählt. Davon, dass ich nachts immer wieder träume, am Meer zu stehen.
Und dass ich spüre, dass es Zeit wird, diesen Träumen zu folgen. 
Davon, dass mein Herzensmensch mit einer neuen Arbeitsstelle voran gehen wird und dass wir im Sommer dem Kompass nach Norden folgen werden.  

Ich habe Ihnen erzählt, dass wir unserem Leben andere Werte geben möchten - denn nach Jahren in einem grossen und modernem Haus haben wir erkannt, dass wir dieses schlichtweg nicht mehr brauchen.
Dass wir keinen 'Prestigeobjekten' nachjagen wollen, sondern nur unserem Glück. 

Nachdem wir ein paar Minuten geredet und sich die ersten Wogen geglättet hatten, sagte das mittlere Kind: 'Das wird aufregend. Und neu. Aber ich freu' mich!'
Und dann war das Eis gebrochen.

Somit ist es beschlossene Sache und ab heute offiziell:
Mit dem ersten Tag der Sommerferien brechen wir in den Weinbergen unsere Zelte ab und ziehen mit Mann und Maus in den Grossraum Hamburg!
Mein Herzensmensch packt schon ab März seine Koffer und bis zum Umzug werden es wohln noch aufregende Wochen.

Die Kinder sind schon in die Umzugsplanung eingestiegen, malen Bilder von Hamburg und stellen schon Packlisten für die Stofftiere zusammen.
Sie reden darüber, dass sie schon ein wenig Abschiedsschmerz spüren - aber sie sind sich einig, dass der Umzug die coolste Sache ever wird - toll, oder?

Am Abend nach unserem Outing musste ich ganz still für mich alles noch mal sacken lassen.
Gefühle aus Wehmut, Stolz und Vorfreude brandeten an meine Ufer und dann fing auch ich an, zu weinen. 


Von Herzen,
Eure Wiebke



Montag, 30. Januar 2017

Mindful monday - Es gibt immer einen Grund



Ihr kennt das sicherlich auch - manchmal verheddern wir uns in den Aufgaben des Tages.
Die Stirn zieht sich kraus, der Nacken verspannt sich.
Der Kopf ist gefüllt mit den anstehenden Aufgaben.
Und wir vergessen zu lächeln.

In der Hetze des Tages und dem Anspruchsdenken, dass die Dinge bitte immer in einer bestimmten Weise passieren, verlieren wir die Freude an jedem einzelnen Moment.

Aber in jedem einzelnen Moment steckt das Potenzial des Glücks. 
Und damit meine ich nicht, dass wir deshalb ekstatisch, hochvergnügt, aufgeregt und in jeder Sekunde des Tages fröhlich sein müssen. 
Es heisst auch nicht, dass wir nie Traurigkeit, Zorn oder Stress empfinden können. 

Es bedeutet, dass wir, wenn wir es wollen, in jedem Moment -  in irgendeiner Form -  Glück empfinden können, selbst inmitten von Stress oder Traurigkeit.
Selbst, wenn wir denken, es geht nicht mehr.
Selbst, wenn wir uns die grosse Frage nach dem "Warum" stellen. 

Diesen kleinen Moment des Lichtes - dieses Miniglück "to go" kann jeder empfinden.
Wir brauchen uns nur daran zu erinnern, zu lächeln.
Und wenn wir es physisch nicht schaffen, die Mundwinkel nach oben zu ziehen, dann können wir trotzdem innerlich lächeln. 
Denn es findet sich IMMER ein Gedanke, der uns lächeln lässt.
Der uns - trotz allem - ein Lächeln und Glück schenkt.

Dieser Grund zu lächeln muss nicht gross sein - denn genau hier, kehren sich die Grössenverhältnisse um: gerade die kleinen Dinge sind es wert, genauer betrachtet zu werden. In Wirklichkeit sind die kleinen Dinge ganz gross.

Also - was ist DEIN Grund?

Du wirst geliebt?
Du bist von Schönheit - in vielen unterschiedlichen Formen - umgeben?
Du hast jemandem, dem Du helfen kannst?
Du wirst heute Abend etwas Leckeres kochen?
Hast netten Besuch?
Du kannst den Regen spüren - auch wenn Deine Jacke nass wird?
Du hörst überraschend ein "Gänsehaut-Lied" im Radio?

Die Liste ist lang.
Und je mehr einem auffällt, dass ja die kleinen Dinge im Leben reichen, um Dir ein Lächeln zu schenken, desto mehr Dinge fallen einem überhaupt auf.

Manchmal wirst Du vergessen, zu lächeln, weil sich deine Gedanken in Geschichten aus der Vergangenheit verirren oder in den Stress darüber, was in der Zukunft passieren könnte. 

Denk daran: nichts davon passiert gerade jetzt – es sind nur Filme, die sich in deinem Kopf abspielen.
Stattdessen erinnere dich daran, was gerade jetzt passiert und erkenne die Schönheit darin – erkenne den Moment zu lächeln. Und dann lächle, äußerlich und innerlich!

Dies verändert deinen Tag, denn anstatt in Stress und Kopf-Geschichten gefangen zu sein, sind wir jetzt präsent. Wir können mit dem Moment zufrieden sein.

Heute gehe ich in meinen Tag.
Ich weiss, er wird ziemlich trubelig. Der Terminkalender ist voll und die Liste der Aufgaben, die ich erledigen will, ist lang. 
Aber innerlich trage ich ein Lächeln.
Innerlich bin ich immer bei dem, was mich glücklich macht.

Montag, 23. Januar 2017

Mindful monday - Du bist der Anfang



Es wäre so einfach.

Über das vermeintlich Negative im Leben zu schimpfen - über zu geringe Renten, zu hohe Flüchtingszahlen, über die Kälte, über das Wahlergebnis in den USA oder über die Neuansiedelung von Wölfen in Waldgebieten.

Wenn ich manche Kommentare auf Facebook anschaue, wird mir übel. Überall nur noch Gemotze und Geschimpfe. Die Achtung vor Anderen geht verloren; ich lese offene Drohungen, Wortgefechte, die mir die Schamesröte in's Gesicht treiben.

Auch ich bin in Sorge, wenn ich die Tagespresse gelesen habe. Überall gibt es Baustellen - es gibt so viel zu tun: gesellschaftlich und politisch.

Aber WO fängt man an?
WO fängt man an, wenn man etwas tun möchte?

Denn unmotiviertes Rumgemotze bringt die Menschen und ihre Welt nicht weiter; verändert nichts und macht so vieles kaputt. Zieht gute Ansätze in die Tiefe und demotiviert die wenigen, die mit geradem Rücken stehen.

Also - WO fange ich an?

Klare Antwort: bei mir.

Vor meiner eigenen Haustür. In meinem eigenen Leben. 
Bei der älteren Dame, die an der Kasse Hilfe braucht. Oder indem ich aufstehe, wenn jemand einen Platz benötigt. 
Indem ich nicht wegschaue und meine Stimme erhebe - mit anpacke, auch wenn's dafür keine Bezahlung gibt.
Ich kann meinen Kindern zeigen, dass es schön ist, sich in die Augen zu schauen - und nicht in's Handy. Oder sie mitnehmen, wenn in der Stadt ein Protestmarsch geht. 

Ich kann freundlich sein - auch wenn ich mich selbst nicht gut fühle. Und ich kann lächeln - auch wenn der andere es nicht tut. 

BE THE CHANGE YOU WISH TO SEE IN THE WORLD ist aktueller denn jeh.
Und auch wenn diese Worte ein wenig gross erscheinen, so kann jeder einen kleinen Teil dazu beitragen. Denn auch aus vielen kleinen Teilen lässt sich etwas Grosses bauen. 

Statt über das vermeintlich Negative im Leben zu schimpfen, können wir jeden Tag über das Gute, das Wunderbare und das Einzigartige im Leben reden.

Es ist so einfach. 



Bis bald, meine Lieben!
Namasté! 





Montag, 16. Januar 2017

Leben mit angezogener Handbremse




Viele haben in der vergangenen Zeit mitbekommen, dass ich gesundheitlich angeschlagen bin.
Ich bin phasenweise nicht leistungsfähig, kann nicht normal essen, nehme dann schlagartig ab und bin dauermüde. 
Warum das so ist, verstehen die Wenigsten, denn die Zusammenhänge sind auch mir lange nicht klar gewesen.

Angefangen hatte alles mit einer sehr ausgeprägten Histaminintoleranz.
Zu diesen Zeiten habe ich lange Strecken nur Kartoffeln und Reis essen können. Ich musste jeden Tag Medikamente nehmen und meine Unterarme sahen durch Juckreiz und Kratzen wirklich schlimm aus. 
Auswärts essen oder bei Freunden eingeladen sein war da sehr schwierig.

Zeitgleich stellten sich starke Darmprobleme ein. Dauerdurchfall, Krämpfe, Blähungen. Da wurde einkaufen gehen schon zum Wagnis. 
Für mich stand das in direktem Zusammenhang mit der Histaminintoleranz - aber eine wirkliche Therapie konnte mir kein Arzt vorschlagen.

Vor ungefähr einem Jahr wurde bei mir eine chronische Schilddrüsenentzündung diagnostiziert. Von den Ärzten bekam ich wieder nur Medikamente, aber keinerlei Information. 
Erst als ich mir Rat bei einer Freundin geholt habe, wurden mir langsam die Zusammenhänge klar. Und als ich mich dann bei einer Selbsthilfegruppe eingetragen habe, platze der Knoten.

Jetzt erst verstand ich, dass alles zusammenhängt und das der Verursacher die Schilddrüse ist, die von meinem Immunsystem attackiert wird und dauerhaft einen Entzündungsherd darstellt.

Die Erkrankung wird Hashimoto-Thyreoiditis genannt und ist eine Autoimmunkrankheit.

Nach aussen hin kann niemand diese Krankheit wahrnehmen und sie zeigt sich oft auch nicht auf Anhieb bei einer Auswertung der Blutwerte. 
Sie lässt sich nicht auf ein bestimmtes Krankheitsbild eingrenzen, aber die Symptomliste ist lang. Sehr lang.

Es fängt an bei undefinierbaren Schmerzzuständen, von denen ich zeitweise auch stark betroffen bin. Rücken und Hüfte schmerzen dann wochenlang so heftig, dass ich kaum die Treppe hochkomme.

Die Zeiten, an denen ich energiegeladen durchs Leben gegangen sind, sind vorbei. Wo vorher noch Tatendrang und körperliche Power da war, bleiben heute nur elendige, bleierne Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Erschöpfung.
Regelmässiger Sport ist momentan nicht möglich - ich brauche die wenige Energie, um durch meinen Tag zu kommen. 

An manchen Tagen habe ich starke Kälte- und Hitzeschübe. Phasenweise laufe ich dick eingepackt herum und schlafe mit Kirschkernkissen. Und dann gibt es Tage, an denen ich bei winterlichen Temperaturen barfuss durchs Haus laufe und mich dreimal am Tag umziehen muss, weil alles durchgeschwitzt ist. 

Meine Haut ist phasenweise so trocken, dass sie dünn wie Papier ist. Meine Haare brechen ab - von den Fingernägeln ganz zu schweigen. Glücklicherweise habe ich keine starken Ausschläge mehr - aber auch das ist unter Hashimoto Normalität und wäre nicht verwunderlich. 

Letztes Jahr habe ich plötzlich zugenommen. Und egal, ob ich trotz Müdigkeit ein knallhartes Sportpensum durchgezogen habe - oder meine Essensbilanz genau getrackt und optimiert hatte, ich habe nicht abgenommen. 
Glücklicherweise hat sich das wieder gegeben, als ich meine Darmprobleme mit Hilfe neuer Informationen angegangen bin. Und siehe da - momentan habe ich wieder Normalgewicht und keinen Durchfall mehr. 
(Aber auf das Normalgewicht kann ich mich leider nicht verlassen, da ich in hochsensiblen Zeiten schnell mal 8 Kilo in zwei Wochen abnehme. Grmpf!)

Leider gesellen sich zu der chronischen Schilddrüsenentzündung auch andere Autoimmunerkrankungen. Aber glücklicherweise ist da bei mir (ausser dem LeakyGut - Syndrom) noch nichts zu vermelden! Und auch die weit verbreiteten Depressionen haben sich bei mir ZUM GLÜCK noch nicht gezeigt - denn gerade hier werden Patienten mit Hashimoto nicht Ernst genommen und falsch behandelt. Viele bekommen Schlafmittel und Antidepressiva und rutschen in lange Klinikaufenthalte ab, die ihnen dauerhaft nicht helfen, weil die Ursache ganz woanders liegt. 

Ihr seht - die Liste ist lang. Und ich könnte sie noch durch zu hohes Cholesterin, Probleme mit Gallenblase, Blutdruck, Diabetes und Herz ergänzen.
Durch Kurzatmigkeit, erhöhte Leberwerte, Probleme mit den Zähnen, dem Zahnfleisch oder dem Kiefer.
Aber zum Glück betreffen mich diese Probleme wirklich nur am Rand bzw. kenne ich sie nur von anderen. 

Wie gesagt - die Symptome sind endlos. 

Und für Freunde und Familienangehörige ist das alles schwer zu verstehen.
Zu gross ist das Auf und Ab. Zu undurchschaubar sind die Symptome und zu uneinheitlich ist der Krankheitsverlauf.
Was heute ging, geht morgen nicht mehr.  Fixtermine sind unplanbar, weil kurzfristig Beschwerden auftauchen könnten. Da wird Urlaubmachen zum Wagnis und ein einfacher Wochenendausflug schnell unmöglich.

Ich habe mich weitestgehend aus allen öffentlichen Verpflichtungen herausgezogen und fahre sehr gut damit. Denn meine wenige Energie stecke ich lieber in meine Familie. Zwar kann ich vieles nur im Schneckentempo erledigen und brauche die Unterstützung meines Herzensmannes - aber alles in allem habe ich mich angepasst.
Ich habe gelernt, meine Erkrankung zu akzeptieren und mir die neuen Lebensumstände zu Nutzen zu machen.

Fahren mit angezogener Handbremse ist zwar uncool - aber auf Dauer nimmt man die Geschehnisse rechts und links der Fahrbahn viel stärker wahr.
Da sehe ich neue Farben und rieche neue Gerüche - da lerne ich auf einmal ganz andere Menschen kennen. Menschen, die ich auf der Überholspur nicht angetroffen hätte.

Oft hadere ich mit meinem Gesundheitszustand - aber letztenendes ist es genau er, der mich zu neuen Ufern treibt.


Bis bald, meine Lieben!
Namasté!

Montag, 9. Januar 2017

Hallo 2017


Guten Morgen 2017!

Ich mag das Gefühl, ein unbeschriebenes Buch vor mir liegen zu haben und die Aussicht auf neue Eindrücke, Menschen, Gefühle, Erfahrungen lässt es auf meiner Haut knistern.
Von den üblichen 'guten Vorsätzen' zum Jahresanfang habe ich mich schon lange verabschiedet, denn ich möchte ein Leben führen, dass JEDEN Tag aus einem guten Vorsatz besteht und an dem jeder Tag daraus besteht, besser als gestern zu sein. 

Es gibt Momente, da fällt mir das schwer - aber in der Gesamtheit sehe ich im vergangenen Jahr eine grosse Entwicklung: ich habe mich von allen Ämtern und Verpflichtungen in Schule und Kindergarten befreit und lasse mich insgesamt nicht mehr so leicht als Zugpferd 'vor den Karren spannen'. Denn diese Rolle hatte ich jahrelang abonniert - mit der leidigen Nebenwirkung, dass andere mein Wirken nach aussen hin bewundert haben.....ich aber innerlich ausgebrannt und müde war.

Ich habe jetzt mehr Zeit für mich und meine Familienmitglieder - und natürlich für meine kleine Malamanufaktur, die mir sehr am Herzen liegt.

Durch sie darf ich wunderbare Menschen kennenlernen, die sich mir vertrauensvoll öffnen. Und durch sie darf ich mich jeden Tag mit herrlichen Steinen und Materialien umgeben, deren Energie und Ausstrahlung auch MIR Kraft geben. 

In den letzten Tagen des alten Jahres habe ich mich wieder auf meine eigene Spiritualität konzentriert. Die Kerzen an meinem Altar brennen jetzt den ganzen Tag hindurch und ich spüre wieder meine Wurzeln, wenn ich im Kerzenschein auf meiner Yogamatte übe. 
Es tut gut, sich im Auf und Ab des Atems zu erden und es macht mich glücklich, diesen Schatz mit ins neue Jahr zu tragen. 

In den nächsten Tagen bleibt es im Shop und auf meiner Facebookseite noch etwas ruhiger, denn mir ist es wichtig, einen langsamen Einstieg in den Alltag zu finden - einen Einstieg, in dem sich alles entwickelt und alles entsteht. 
In dem nicht schon wieder Termine und Deadlines den Tag bestimmen und in dem ich fortführe, was ich mit meiner Familie achtsam im letzten Jahr begonnen habe. 

Ich freue mich, dass Ihr bei mir seid und ich wünsche Euch für das kommende Jahr ganz viel Wärme, Liebe und Geborgenheit. Achtsamkeit und dass Ihr gut auf Euch selbst Acht gebt.

Bis bald!
Namasté!

Samstag, 17. Dezember 2016

Pause



Gerade eben habe ich die letzten Bestellungen zur Post gebracht.
Es fühlt sich komisch an, denn auf einmal wird mir bewusst, dass ab heute mal wirklich und definitiv PAUSE angesagt ist.

Zeit, um sich auf die Familie zu konzentrieren.
Zeit, um sich bei einem Tee zusammen zu setzen.
Zeit, um nach innen zu schauen und die letzten Tage des Jahres achtsam zu verbringen.

Klar, da taucht dann schon im Kopf die Frage nach dem nächsten Jahr auf. 
Aber ganz ehrlich - darum kümmere ich mich, wenn es soweit ist.

Bis dahin geniessen wir unsere Familienzeit und bis dahin steht die Zeit still. 

Wichtig:
Ab heute geht der Shop bis zum 9. Januar 2017 offline. 
Bestellungen sind erst wieder im neuen Jahr möglich und bis dahin lege ich auch bei Facebook eine Pause ein und verabschiede mich in den Erholungsmodus. 

Macht es Euch schön und steigt mal aus diesem 'Geschenke-Bei-wem-essen-wir-Gehetze' aus. Auch wenn es manches Fragezeichen auf der Stirn provoziert.
Auch wenn Euch der Gedanke, Weihnachten in RUHE zu verbringen, ungewohnt erscheint.

Weihnachten liegt nicht unterm Tannenbaum oder neben der Weihnachtsgans.
Weihnachten ist in unseren Herzen.
Es ist ganz leise. Und man muss einen Augenblick den Atem anhalten, um zu spüren, was das ist. 
Wenn wir diesen stillen Moment spüren könnten - dieses warme Gefühl - dann machen wir die Welt da draussen ein kleines bisschen besser.

Namasté, meine Lieben.
I bow to you 


Montag, 12. Dezember 2016

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Mindful monday - Atmen heisst leben


In den letzten Tagen konnten wir die Hand nicht vor Augen sehen - der gefrierende Nebel hing schwer zwischen den Weinzeilen. 
Es blieb windstill und kalt - die Landschaft war weiss überzuckert und der Blick ging keine 50 Meter weit.
So malerisch das wirklich ausgesehen hat, so schwierig machte uns der Nebel das Leben.

Nein, nicht weil die Sicht so schlecht und das Tageslicht rar war - denn unsere Kinder, die nur in Ausnahmesituationen eine Tendenz zu Krupphusten und Asthmaanfällen haben, begannen zu husten.
Besonders nachts.
Und mit jedem Tag, an dem der Nebel 'festhing' (und damit eben auch alle Abgase) husteten die Kinder mehr.

In solchen Momenten mache ich nicht lange rum. Da greife ich recht schnell zu den immer vorrätigen Sprays. Denn aus so einer recht langwierigen Husterei wird dann ganz schnell mal ein bedrohlicher Anfall und mittlerweile höre ich sehr gut, 'welchen' Husten ich da vor mir habe.

Das grosse Kind hat schon lange Erfahrungen mit dem Inhalieren von Medikamenten - entsprechend gut und diszipliniert geht es vonstatten. 
Er hat früh begriffen, dass er das Aerosol tief (und zwar wirklich tief) einatmen muss, denn sonst bleibt die Wirkung in den Lungenbläschen aus und die Atmennot bleibt.
Als ich dann mit den beiden Minimädchen inhalieren wollte, fiel mir wieder EINS ganz besonders auf (und das gilt nicht nur für Kinder):

wir alle atmen viel zu flach und sind es nicht gewohnt, wirklich bis an die Maximalgrenze ein- oder auszuatmen.
Obwohl wir alle spüren, dass tiefes und bewusstes Atmen unheimlich gut tut, bleibt es oft bei einer schnellen, kurzen und UNBEWUSSTEN Atemweise.

Als ich vor ein paar Jahren mit Yoga anfing, war das tiefe Atmen für mich ein Fremdwort. 
Ich musste mich erstmal auf die unterschiedlichen Stellungen (Asanas) konzentrieren und wenn der Yogalehrer etwas von 'Meeresatem' (Ujjayī Atem) sagte, hatte ich erstmal Mühe, nicht aus der Stellung zu kippen.
Mit der Zeit habe ich gelernt, mich im Auf- und Ab des Atems zu bewegen.
Ich konnte das kontrollierte Heben und Senken des Brustkorbs mit gezielten Übungen vertiefen (Pranayama - hier ganz besonders Nadi Shodana) und heute kann ich durch das Focussieren auf meine Atmung innerhalb von drei wirklich tiefen Atemzügen einschlafen. 

Was aber mir aber wirklich die Augen und die Lungenflügel geöffnet hat, war die Vorstellung, dass ich mit jedem Atemzug nicht nur Sauerstoff aufnehme, sondern auch Leben tanke.
Leben in mich aufnehme. 
Leben bejahe und mich mit den Energien auflade, die mich umgeben.

Atmen heisst leben.
Und zum Leben gehören die schönen, warmen Erfahrungen.
Die herzlichen Gefühle.
Aber zum Leben gehört auch Vergänglichkeit.
Tiefer Schmerz und Tränen des Abschieds. 

Atmen bedeutet, diesen immerwährenden Kreislauf des Lebens aufzunehmen und anzunehmen.
Sich mit ihm zu verbinden und ein Teil des grossen Ganzens zu sein. 

Zugegeben, ich gehe nicht fest schnaufend durch meinen Alltag. Und der Blick nach Innen verliert sich auch manchmal in der Hektik.
Aber genau dann, wenn ich spüre, das der Boden unter meinen Füssen schwankt, dann kann ich zu dem zurückkehren, was ich IMMER bei mir trage.
Etwas, was ich überall anwenden kann.
Etwas, an dem ich mich immer festhalten kann.

Meinen Atem.
Mein Leben.


Namasté, meine Lieben!
I bow to you


Montag, 5. Dezember 2016

Mindful monday - Deine Schwäche ist Deine Stärke





Vor etwa zwei Wochen hatte ich ein Gespräch mit der Klassenlehrerin vom grossen Kind. 
Grund: seit geraumer Zeit leidet er unter dem vorherrschenden Leistungsdruck und seine Anspannung entlädt sich im Unterricht in Zappelei - zu Hause entlädt sie sich in Tränen und Selbstzweifel.

Ich hatte mich auf ein hartes Gespräch gefasst gemacht. Die Lehrerin ist bekannt dafür, barsch zu sein und sich bei direkten Konfrontationen in Plattitüden zu flüchten.
Gut gewappnet und mit meiner inneren Rüstung versehen, wollte ich in den Ring steigen. Mich nicht unterbuttern lassen - für mein Kind kämpfen.

Zuerst gab es ein anfängliches Geplänkel - Beschnuppern auf beiden Seiten. 
Ich merkte, dass sie nicht in die Diskussion einsteigen wollte - wahrscheinlich, weil sie bei mir schon die geballte Faust in der Tasche spürte. Auf meine Eröffnung hin, gab es einen schnellen Wortwechsel.
Ich merkte, dass sie sich angegriffen fühlte. Ihre Sätze wurden immer knapper - der Mund immer schmaler.

Und irgendwann ist es dann passiert.

Ich fing an, zu weinen. Ja - richtig gelesen. 
Die Löwenmutter, die für ihr Kind mal so richtig brüllen wollte, sass da und vergoss warme, weiche Tränen.
Und unter Tränen habe ich der Lehrerin erzählt, welche Sorgen ich habe. Wie SEHR mir die momentane Situation zu Herzen geht und wie sehr ich wünschte, dass mein Kind endlich wieder Kind sein darf.

Was dann geschah, war erstaunlich. 

Meine Tränen schlossen das Herz meiner 'Kampfpartnerin' auf. 
Ich konnte fühlen, wie sie sich öffnete und wieviel Verständnis auf einmal da war. Sie gab ihre Verteidigungshaltung auf und wollte jetzt eine Lösung finden. Für das Kind. Für alle. 
Und ich war überrascht, wie weich und wie einfühlsam das Gespräch dann wurde. 

Meine Tränen? Die waren mir nicht peinlich. 
Ich war stolz.

Stolz, weil meine Schwäche in DIESEM Moment genau das Richtige gewesen war.
Sie hat zwei Menschen miteinander verbunden - 
in ihrer Verwundbarkeit und letztenendes in ihrer Stärke.


Namasté, meine Lieben!
I bow to you







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