Montag, 16. Januar 2017

Leben mit angezogener Handbremse




Viele haben in der vergangenen Zeit mitbekommen, dass ich gesundheitlich angeschlagen bin.
Ich bin phasenweise nicht leistungsfähig, kann nicht normal essen, nehme dann schlagartig ab und bin dauermüde. 
Warum das so ist, verstehen die Wenigsten, denn die Zusammenhänge sind auch mir lange nicht klar gewesen.

Angefangen hatte alles mit einer sehr ausgeprägten Histaminintoleranz.
Zu diesen Zeiten habe ich lange Strecken nur Kartoffeln und Reis essen können. Ich musste jeden Tag Medikamente nehmen und meine Unterarme sahen durch Juckreiz und Kratzen wirklich schlimm aus. 
Auswärts essen oder bei Freunden eingeladen sein war da sehr schwierig.

Zeitgleich stellten sich starke Darmprobleme ein. Dauerdurchfall, Krämpfe, Blähungen. Da wurde einkaufen gehen schon zum Wagnis. 
Für mich stand das in direktem Zusammenhang mit der Histaminintoleranz - aber eine wirkliche Therapie konnte mir kein Arzt vorschlagen.

Vor ungefähr einem Jahr wurde bei mir eine chronische Schilddrüsenentzündung diagnostiziert. Von den Ärzten bekam ich wieder nur Medikamente, aber keinerlei Information. 
Erst als ich mir Rat bei einer Freundin geholt habe, wurden mir langsam die Zusammenhänge klar. Und als ich mich dann bei einer Selbsthilfegruppe eingetragen habe, platze der Knoten.

Jetzt erst verstand ich, dass alles zusammenhängt und das der Verursacher die Schilddrüse ist, die von meinem Immunsystem attackiert wird und dauerhaft einen Entzündungsherd darstellt.

Die Erkrankung wird Hashimoto-Thyreoiditis genannt und ist eine Autoimmunkrankheit.

Nach aussen hin kann niemand diese Krankheit wahrnehmen und sie zeigt sich oft auch nicht auf Anhieb bei einer Auswertung der Blutwerte. 
Sie lässt sich nicht auf ein bestimmtes Krankheitsbild eingrenzen, aber die Symptomliste ist lang. Sehr lang.

Es fängt an bei undefinierbaren Schmerzzuständen, von denen ich zeitweise auch stark betroffen bin. Rücken und Hüfte schmerzen dann wochenlang so heftig, dass ich kaum die Treppe hochkomme.

Die Zeiten, an denen ich energiegeladen durchs Leben gegangen sind, sind vorbei. Wo vorher noch Tatendrang und körperliche Power da war, bleiben heute nur elendige, bleierne Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Erschöpfung.
Regelmässiger Sport ist momentan nicht möglich - ich brauche die wenige Energie, um durch meinen Tag zu kommen. 

An manchen Tagen habe ich starke Kälte- und Hitzeschübe. Phasenweise laufe ich dick eingepackt herum und schlafe mit Kirschkernkissen. Und dann gibt es Tage, an denen ich bei winterlichen Temperaturen barfuss durchs Haus laufe und mich dreimal am Tag umziehen muss, weil alles durchgeschwitzt ist. 

Meine Haut ist phasenweise so trocken, dass sie dünn wie Papier ist. Meine Haare brechen ab - von den Fingernägeln ganz zu schweigen. Glücklicherweise habe ich keine starken Ausschläge mehr - aber auch das ist unter Hashimoto Normalität und wäre nicht verwunderlich. 

Letztes Jahr habe ich plötzlich zugenommen. Und egal, ob ich trotz Müdigkeit ein knallhartes Sportpensum durchgezogen habe - oder meine Essensbilanz genau getrackt und optimiert hatte, ich habe nicht abgenommen. 
Glücklicherweise hat sich das wieder gegeben, als ich meine Darmprobleme mit Hilfe neuer Informationen angegangen bin. Und siehe da - momentan habe ich wieder Normalgewicht und keinen Durchfall mehr. 
(Aber auf das Normalgewicht kann ich mich leider nicht verlassen, da ich in hochsensiblen Zeiten schnell mal 8 Kilo in zwei Wochen abnehme. Grmpf!)

Leider gesellen sich zu der chronischen Schilddrüsenentzündung auch andere Autoimmunerkrankungen. Aber glücklicherweise ist da bei mir (ausser dem LeakyGut - Syndrom) noch nichts zu vermelden! Und auch die weit verbreiteten Depressionen haben sich bei mir ZUM GLÜCK noch nicht gezeigt - denn gerade hier werden Patienten mit Hashimoto nicht Ernst genommen und falsch behandelt. Viele bekommen Schlafmittel und Antidepressiva und rutschen in lange Klinikaufenthalte ab, die ihnen dauerhaft nicht helfen, weil die Ursache ganz woanders liegt. 

Ihr seht - die Liste ist lang. Und ich könnte sie noch durch zu hohes Cholesterin, Probleme mit Gallenblase, Blutdruck, Diabetes und Herz ergänzen.
Durch Kurzatmigkeit, erhöhte Leberwerte, Probleme mit den Zähnen, dem Zahnfleisch oder dem Kiefer.
Aber zum Glück betreffen mich diese Probleme wirklich nur am Rand bzw. kenne ich sie nur von anderen. 

Wie gesagt - die Symptome sind endlos. 

Und für Freunde und Familienangehörige ist das alles schwer zu verstehen.
Zu gross ist das Auf und Ab. Zu undurchschaubar sind die Symptome und zu uneinheitlich ist der Krankheitsverlauf.
Was heute ging, geht morgen nicht mehr.  Fixtermine sind unplanbar, weil kurzfristig Beschwerden auftauchen könnten. Da wird Urlaubmachen zum Wagnis und ein einfacher Wochenendausflug schnell unmöglich.

Ich habe mich weitestgehend aus allen öffentlichen Verpflichtungen herausgezogen und fahre sehr gut damit. Denn meine wenige Energie stecke ich lieber in meine Familie. Zwar kann ich vieles nur im Schneckentempo erledigen und brauche die Unterstützung meines Herzensmannes - aber alles in allem habe ich mich angepasst.
Ich habe gelernt, meine Erkrankung zu akzeptieren und mir die neuen Lebensumstände zu Nutzen zu machen.

Fahren mit angezogener Handbremse ist zwar uncool - aber auf Dauer nimmt man die Geschehnisse rechts und links der Fahrbahn viel stärker wahr.
Da sehe ich neue Farben und rieche neue Gerüche - da lerne ich auf einmal ganz andere Menschen kennen. Menschen, die ich auf der Überholspur nicht angetroffen hätte.

Oft hadere ich mit meinem Gesundheitszustand - aber letztenendes ist es genau er, der mich zu neuen Ufern treibt.


Bis bald, meine Lieben!
Namasté!

Montag, 9. Januar 2017

Hallo 2017


Guten Morgen 2017!

Ich mag das Gefühl, ein unbeschriebenes Buch vor mir liegen zu haben und die Aussicht auf neue Eindrücke, Menschen, Gefühle, Erfahrungen lässt es auf meiner Haut knistern.
Von den üblichen 'guten Vorsätzen' zum Jahresanfang habe ich mich schon lange verabschiedet, denn ich möchte ein Leben führen, dass JEDEN Tag aus einem guten Vorsatz besteht und an dem jeder Tag daraus besteht, besser als gestern zu sein. 

Es gibt Momente, da fällt mir das schwer - aber in der Gesamtheit sehe ich im vergangenen Jahr eine grosse Entwicklung: ich habe mich von allen Ämtern und Verpflichtungen in Schule und Kindergarten befreit und lasse mich insgesamt nicht mehr so leicht als Zugpferd 'vor den Karren spannen'. Denn diese Rolle hatte ich jahrelang abonniert - mit der leidigen Nebenwirkung, dass andere mein Wirken nach aussen hin bewundert haben.....ich aber innerlich ausgebrannt und müde war.

Ich habe jetzt mehr Zeit für mich und meine Familienmitglieder - und natürlich für meine kleine Malamanufaktur, die mir sehr am Herzen liegt.

Durch sie darf ich wunderbare Menschen kennenlernen, die sich mir vertrauensvoll öffnen. Und durch sie darf ich mich jeden Tag mit herrlichen Steinen und Materialien umgeben, deren Energie und Ausstrahlung auch MIR Kraft geben. 

In den letzten Tagen des alten Jahres habe ich mich wieder auf meine eigene Spiritualität konzentriert. Die Kerzen an meinem Altar brennen jetzt den ganzen Tag hindurch und ich spüre wieder meine Wurzeln, wenn ich im Kerzenschein auf meiner Yogamatte übe. 
Es tut gut, sich im Auf und Ab des Atems zu erden und es macht mich glücklich, diesen Schatz mit ins neue Jahr zu tragen. 

In den nächsten Tagen bleibt es im Shop und auf meiner Facebookseite noch etwas ruhiger, denn mir ist es wichtig, einen langsamen Einstieg in den Alltag zu finden - einen Einstieg, in dem sich alles entwickelt und alles entsteht. 
In dem nicht schon wieder Termine und Deadlines den Tag bestimmen und in dem ich fortführe, was ich mit meiner Familie achtsam im letzten Jahr begonnen habe. 

Ich freue mich, dass Ihr bei mir seid und ich wünsche Euch für das kommende Jahr ganz viel Wärme, Liebe und Geborgenheit. Achtsamkeit und dass Ihr gut auf Euch selbst Acht gebt.

Bis bald!
Namasté!

Samstag, 17. Dezember 2016

Pause



Gerade eben habe ich die letzten Bestellungen zur Post gebracht.
Es fühlt sich komisch an, denn auf einmal wird mir bewusst, dass ab heute mal wirklich und definitiv PAUSE angesagt ist.

Zeit, um sich auf die Familie zu konzentrieren.
Zeit, um sich bei einem Tee zusammen zu setzen.
Zeit, um nach innen zu schauen und die letzten Tage des Jahres achtsam zu verbringen.

Klar, da taucht dann schon im Kopf die Frage nach dem nächsten Jahr auf. 
Aber ganz ehrlich - darum kümmere ich mich, wenn es soweit ist.

Bis dahin geniessen wir unsere Familienzeit und bis dahin steht die Zeit still. 

Wichtig:
Ab heute geht der Shop bis zum 9. Januar 2017 offline. 
Bestellungen sind erst wieder im neuen Jahr möglich und bis dahin lege ich auch bei Facebook eine Pause ein und verabschiede mich in den Erholungsmodus. 

Macht es Euch schön und steigt mal aus diesem 'Geschenke-Bei-wem-essen-wir-Gehetze' aus. Auch wenn es manches Fragezeichen auf der Stirn provoziert.
Auch wenn Euch der Gedanke, Weihnachten in RUHE zu verbringen, ungewohnt erscheint.

Weihnachten liegt nicht unterm Tannenbaum oder neben der Weihnachtsgans.
Weihnachten ist in unseren Herzen.
Es ist ganz leise. Und man muss einen Augenblick den Atem anhalten, um zu spüren, was das ist. 
Wenn wir diesen stillen Moment spüren könnten - dieses warme Gefühl - dann machen wir die Welt da draussen ein kleines bisschen besser.

Namasté, meine Lieben.
I bow to you 


Montag, 12. Dezember 2016

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Letzter Versandtag ist 

Samstag, der 17.Dezember 2016 

und bis dahin ist ab sofort 
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Mindful monday - Atmen heisst leben


In den letzten Tagen konnten wir die Hand nicht vor Augen sehen - der gefrierende Nebel hing schwer zwischen den Weinzeilen. 
Es blieb windstill und kalt - die Landschaft war weiss überzuckert und der Blick ging keine 50 Meter weit.
So malerisch das wirklich ausgesehen hat, so schwierig machte uns der Nebel das Leben.

Nein, nicht weil die Sicht so schlecht und das Tageslicht rar war - denn unsere Kinder, die nur in Ausnahmesituationen eine Tendenz zu Krupphusten und Asthmaanfällen haben, begannen zu husten.
Besonders nachts.
Und mit jedem Tag, an dem der Nebel 'festhing' (und damit eben auch alle Abgase) husteten die Kinder mehr.

In solchen Momenten mache ich nicht lange rum. Da greife ich recht schnell zu den immer vorrätigen Sprays. Denn aus so einer recht langwierigen Husterei wird dann ganz schnell mal ein bedrohlicher Anfall und mittlerweile höre ich sehr gut, 'welchen' Husten ich da vor mir habe.

Das grosse Kind hat schon lange Erfahrungen mit dem Inhalieren von Medikamenten - entsprechend gut und diszipliniert geht es vonstatten. 
Er hat früh begriffen, dass er das Aerosol tief (und zwar wirklich tief) einatmen muss, denn sonst bleibt die Wirkung in den Lungenbläschen aus und die Atmennot bleibt.
Als ich dann mit den beiden Minimädchen inhalieren wollte, fiel mir wieder EINS ganz besonders auf (und das gilt nicht nur für Kinder):

wir alle atmen viel zu flach und sind es nicht gewohnt, wirklich bis an die Maximalgrenze ein- oder auszuatmen.
Obwohl wir alle spüren, dass tiefes und bewusstes Atmen unheimlich gut tut, bleibt es oft bei einer schnellen, kurzen und UNBEWUSSTEN Atemweise.

Als ich vor ein paar Jahren mit Yoga anfing, war das tiefe Atmen für mich ein Fremdwort. 
Ich musste mich erstmal auf die unterschiedlichen Stellungen (Asanas) konzentrieren und wenn der Yogalehrer etwas von 'Meeresatem' (Ujjayī Atem) sagte, hatte ich erstmal Mühe, nicht aus der Stellung zu kippen.
Mit der Zeit habe ich gelernt, mich im Auf- und Ab des Atems zu bewegen.
Ich konnte das kontrollierte Heben und Senken des Brustkorbs mit gezielten Übungen vertiefen (Pranayama - hier ganz besonders Nadi Shodana) und heute kann ich durch das Focussieren auf meine Atmung innerhalb von drei wirklich tiefen Atemzügen einschlafen. 

Was aber mir aber wirklich die Augen und die Lungenflügel geöffnet hat, war die Vorstellung, dass ich mit jedem Atemzug nicht nur Sauerstoff aufnehme, sondern auch Leben tanke.
Leben in mich aufnehme. 
Leben bejahe und mich mit den Energien auflade, die mich umgeben.

Atmen heisst leben.
Und zum Leben gehören die schönen, warmen Erfahrungen.
Die herzlichen Gefühle.
Aber zum Leben gehört auch Vergänglichkeit.
Tiefer Schmerz und Tränen des Abschieds. 

Atmen bedeutet, diesen immerwährenden Kreislauf des Lebens aufzunehmen und anzunehmen.
Sich mit ihm zu verbinden und ein Teil des grossen Ganzens zu sein. 

Zugegeben, ich gehe nicht fest schnaufend durch meinen Alltag. Und der Blick nach Innen verliert sich auch manchmal in der Hektik.
Aber genau dann, wenn ich spüre, das der Boden unter meinen Füssen schwankt, dann kann ich zu dem zurückkehren, was ich IMMER bei mir trage.
Etwas, was ich überall anwenden kann.
Etwas, an dem ich mich immer festhalten kann.

Meinen Atem.
Mein Leben.


Namasté, meine Lieben!
I bow to you


Montag, 5. Dezember 2016

Mindful monday - Deine Schwäche ist Deine Stärke





Vor etwa zwei Wochen hatte ich ein Gespräch mit der Klassenlehrerin vom grossen Kind. 
Grund: seit geraumer Zeit leidet er unter dem vorherrschenden Leistungsdruck und seine Anspannung entlädt sich im Unterricht in Zappelei - zu Hause entlädt sie sich in Tränen und Selbstzweifel.

Ich hatte mich auf ein hartes Gespräch gefasst gemacht. Die Lehrerin ist bekannt dafür, barsch zu sein und sich bei direkten Konfrontationen in Plattitüden zu flüchten.
Gut gewappnet und mit meiner inneren Rüstung versehen, wollte ich in den Ring steigen. Mich nicht unterbuttern lassen - für mein Kind kämpfen.

Zuerst gab es ein anfängliches Geplänkel - Beschnuppern auf beiden Seiten. 
Ich merkte, dass sie nicht in die Diskussion einsteigen wollte - wahrscheinlich, weil sie bei mir schon die geballte Faust in der Tasche spürte. Auf meine Eröffnung hin, gab es einen schnellen Wortwechsel.
Ich merkte, dass sie sich angegriffen fühlte. Ihre Sätze wurden immer knapper - der Mund immer schmaler.

Und irgendwann ist es dann passiert.

Ich fing an, zu weinen. Ja - richtig gelesen. 
Die Löwenmutter, die für ihr Kind mal so richtig brüllen wollte, sass da und vergoss warme, weiche Tränen.
Und unter Tränen habe ich der Lehrerin erzählt, welche Sorgen ich habe. Wie SEHR mir die momentane Situation zu Herzen geht und wie sehr ich wünschte, dass mein Kind endlich wieder Kind sein darf.

Was dann geschah, war erstaunlich. 

Meine Tränen schlossen das Herz meiner 'Kampfpartnerin' auf. 
Ich konnte fühlen, wie sie sich öffnete und wieviel Verständnis auf einmal da war. Sie gab ihre Verteidigungshaltung auf und wollte jetzt eine Lösung finden. Für das Kind. Für alle. 
Und ich war überrascht, wie weich und wie einfühlsam das Gespräch dann wurde. 

Meine Tränen? Die waren mir nicht peinlich. 
Ich war stolz.

Stolz, weil meine Schwäche in DIESEM Moment genau das Richtige gewesen war.
Sie hat zwei Menschen miteinander verbunden - 
in ihrer Verwundbarkeit und letztenendes in ihrer Stärke.


Namasté, meine Lieben!
I bow to you







Montag, 28. November 2016

Mindful monday - Slow down



Es ist Montag Morgen - 8:13 Uhr.

Die Kinder sind aus dem Haus und ich habe gerade meine To-Do Liste des heutigen Tages geschrieben.
Hm, ganz schön lang. Wo fange ich bloss an?
Und wie setze ich hier Prioritäten - was ist wichtig? Und was ist AM WICHTIGESTEN?

Zwei Minuten später habe ich mir einen Kaffee gekocht. 
Und während ich gedankenversunken die ersten Schlucke im Stehen trinke, gebe ich mir die Antwort auf meine Frage:

ICH!

Denn es geht nicht darum, die Goldmedaille im Putzen zu erlangen.
Und auch nicht darum, dass das Haus wie das Abbild einer Homestory aus Living at home aussieht. 

Es geht um mich und wie ich in der Lage bin, all' das zu schaffen, was ich schaffen MÖCHTE. Nicht muss. 

Momentan kämpfe ich mal wieder mit meiner Gesundheit - eine beginnende Lungenentzündung hat mich in die Knie gezwungen und die Unverträglichkeit des Antibiotikas hat mich dann endgültig umgehauen.
Ich fühle mich schlapp, kraftlos und substanzlos - aber mein Kopf ist klar und ich weiss, was ich will.

Ich will auf die Beine kommen und Gutes für mich tun. Achtsam mit meinen Kräften haushalten und ganz genau hinschauen, ob das, was ich tue meine Energiespeicher füllt oder sie am Ende leert.

Und dieses genaue Hinschauen sollte JEDER machen - egal ob krank oder nicht. Egal, ob mit oder ohne Kinder.
Was erfüllt mich in diesen magischen Vorweihnachtstagen? Und was kostet Kraft? Vielleicht ZUviel Kraft?

Es ist ok, sich aus dem Trubel heraus zu nehmen. Auf die Bremse zu treten und auch mal Termine abzusagen. 
Und es ist ok, Raum zu schaffen. Für Gefühle. Werte. Schöne Augenblicke.
Einfaches Nichtstun. Oder Verbundenheit mit der Natur. 

Ein JA zu sich selbst bedeutet auch das Willkommenheissen der Dinge und Begebenheiten, die uns erfüllen.
Die uns reich machen und die uns die kommenden Wochen SO erleben lassen, wie sie wirklich gemeint sind. 

Namasté, Ihr Lieben!
I bow to you.

Freitag, 25. November 2016

Shop-Info




Ab dem 

17. Dezember 

schliesst Mommindful die Tore, 

denn genau an diesem Tag findet der letzte Warenversand von bestellter Ware statt. 
 
Die Tage bis zum 9. Januar 2017 gehören meiner Familie und sind in diesem Jahr das kostbarste Geschenk, das ich ihnen geben kann.

Wer also Malas und Armbändchen zu Weihnachten verschenken möchte, sollte in den nächsten Tagen eine Bestellung aufgeben oder mir eine Nachricht zukommen lassen. 
 
Individuelle Malas sind aufgrund des kreativen Planungs- und Materialbeschaffungsvorlaufes nur noch möglich, wenn ich alle Komponenten vorrätig haben sollte.

Weihnachten und so







Was bedeutet Euch Weihnachten?
Für WEN oder WAS lebt Ihr die Weihnachtszeit?
Und WAS ist der tiefe Sinn dahinter?

Ich stelle Euch ganz bewusst diese Fragen, denn oft muss man sich damit auseinander setzen, dass für viele das Thema Weihnachten eigentlich nur mit Weihnachtsmarkt, Geschenke kaufen und Stress besetzt ist.
Und ich gebe zu, dass meine persönliche Meinung zu diesem Thema auch schon mal GENAU SO war - und ehrlich gesagt, noch viel schlimmer.

Ich habe lange Zeit im Einzelhandel gearbeitet  - zu Schulzeiten war es der Bereich Textil und später dann die Buchbranche. Und was DA in der Weihnachtszeit abgeht, muss ich wohl keinem erzählen.
Ich habe noch NIE so viel gearbeitet und noch nie so schwer geschleppt wie in dieser Zeit. Ich war noch nie so ausgebrannt und krank - noch nie SO mental erschöpft von der fortwährenden Weihnachtsmusik-Dudelei.
Irgendwann hält man sich nur noch aufrecht, weil Heiligabend mittags schon Schluss ist und man dann zwei Tage lang im Bett liegen kann.
Kann? MUSS. Denn meistens war ich über Weihnachten krank und angeschlagen.

Kurz. Ich habe Weihnachten gehasst. Jawohl. 
Überall nur noch Kommerz und innen drin war nur noch Stille. Von 'Weihnachtsgefühlen' weit und breit nichts zu sehen.

Als dann Kinder kamen und ich keinen Kontakt mehr zum Einzelhandel hatte (mittlerweile hatte ich in's Marketing gewechselt), musste ich gegen innere Widerstände das Thema Weihnachten für mich neu definieren.
Und einen neuen Zugang zu Weihnachtsmusik und Dekokram finden. 

Und trotzDEM ich mittlerweile mein Zuhause im Buddhismus gefunden hatte, habe ich begonnen, mit den Kindern alle schönen Traditionen wieder aufleben zu lassen bzw. eigene neue Traditionen zu pflegen. 
Das tat gut! Denn glänzende Kinderaugen und ein festliches Haus gehören für mich trotz aller Glaubensgrundsätze zu den letzten Wochen des Jahres.
Da feiern wir dann eben auch den Geburtstag von Jesus Christus oder fahren über die Feiertage in den lautesten aller Ferienorte (Buuuhhhhh!!! Jaaaaa! Es ist der Centerpark!!!), um dort ganz stille Tage im Kreise der Familie zu verbringen. Ohne Geschenkeflut. Aber dafür mit vollen Herzen und unvergesslichen Augenblicken. 

Und DIESES Jahr?
Machen wir das wieder genauSO. 
Und vorher gibt's einen Mama-Spezial-Adventskalender, in dem ich ZEIT verschenke - Zeit, die in der Vorweihnachtszeit ganz besonders rar ist. Zeit, die ja EIGENTLICH in diesen Wochen im Vordergrund stehen sollte!

Und zum Thema ZEIT gibt's für Euch noch eine ganz wichtige Info:

Ab dem 17. Dezember schliesst Mommindful die Tore, denn genau an diesem Tag findet der letzte Warenversand von bestellter Ware statt.  
Die Tage bis zum 9. Januar 2017 gehören meiner Familie und sind in diesem Jahr das kostbarste Geschenk, das ich ihnen geben kann.

Wer also Malas und Armbändchen zu Weihnachten verschenken möchte, sollte in den nächsten Tagen eine Bestellung aufgeben oder mir eine Nachricht zukommen lassen. 
Individuelle Malas sind aufgrund des kreativen Planungs- und Materialbeschaffungsvorlaufes nur noch möglich, wenn ich alle Komponenten vorrätig haben sollte. 

Ich freue mich auf die Weihnachtszeit!
Auf Kinderaugen und gepackte Taschen. Auf selbstgebackene Plätzchen und Abende, in denen wir Weihnachtslieder zur Gitarre singen. 

Auf DAS, was eigentlich der tiefere Sinn von Weihnachten ist - auf DAS, was Herzen bewegt und Kinderaugen zum Glänzen bringt!









Donnerstag, 17. November 2016

Schule des Lebens

Quelle: https://www.solebich.de/  

Momentan dreht sich unser Leben fast nur um EIN Thema: Schule.

Nach den Herbstferien war schon innerhalb der zweiten Schulwoche der Wurm drin. 
Die Kinder sind so müde, dass wir auf den Schulbus verzichten und ich sie dafür lieber schlafen lasse und dann auf den letzten Drücker zur Schule fahre.

Das kleine Schulkind erlebt in der Schulklasse Dinge, die ich ihr gerne erspart hätte. Ausgrenzungen, Hänseleien und Ausgelachtwerden gehört für sie zur Tagesordnung - und das, weil sie nicht nicht etwa NEBENdran sondern MITTENDRIN steht und DIEjenige ist, die sich im Kreuzfeuer befindet.
Zwei Mädchen haben sich auf mein verzweifeltes Seelenkind eingeschossen und das Ergebnis sind abendliche und morgendliche Tränen.
Tränen an der Bushaltestelle, weil sie ihren neuen Mantel lieber nicht anziehen möchte. Tränen, weil sie beim Spiel ausgegrenzt wird.

Glücklicherweise ist das kleine Schulkind nicht auf diese Kinder angewiesen - aber es tut ihr weh, in der Klasse keine Freundin zu haben zu können, weil alle anderen unter der Knute dieser Mädchen stehen.

Das grosse Schulkind steht vor der Wahl der weiterführenden Schule und der Druck innerhalb der Klasse ist so gross, dass er sich bereits auf eine Schulform eingeschossen hat, die ich ihm leider verwehren muss.
Das Lerntempo und die Stoffmenge ist in der 4.Klasse einer Grundschule so hoch, dass er (und ich spreche hier von einem guten bis durchschnittlichen Schüler) weint und sein Ventil im Rumzappeln und Verweigern sucht. 
Wir hangeln uns von einer Arbeit zur nächsten - jede Woche muss gelernt werden und am Ende kann er vor lauter Erschöpfung im Kopf (während der Körper immer weiter zappelt) seine Leistung und sein Wissen nicht abrufen und anwenden.

Die Kinder haben zwar ein voll durchtechnologisiertes Klassenzimmer mit Smartboard, PC und Scanner - aber die meisten sind nicht in der Lage, einen fehlerARMEN (ich rede schon nicht von einem fehlerFREIEN) Aufsatz zu schreiben. Sie können in Windeseile GOOGLE bedienen - aber wie man auf Klassenkameraden zugeht oder Freundschaften pflegt - das haben sie nicht gelernt.

Ihr ahnt es wohl schon - aber so langsam zweifle ich stark das bestehende Schulsystem an. Basiswissen und menschliche Fähigkeiten bleiben auf der Strecke - die Lehrer stehen für Drill und Strenge und nicht für Herzlichkeit und pädagogische Weitsicht.
Sie haben im Blick, ihren Lehrplan zu schaffen und nicht, was die Herzen dieser kleinen Menschen bewegt. Die Zweifel und manchmal auch die Ängste. 

Ich weiss, dass ich dieses Schulsystem nicht ändern werde und ich weiss, dass es auch Kinder gibt, die in dieser Welt sehr gut zurecht kommen.
Aber ich spüre auch, dass - auch auf dem Land in einer dörflichen Grundschule - nicht alles Gold ist, was glänzt und dass es notwendig ist, sich einzuschalten und genau hinzusehen. 

Denn unsere Kinder sollen dort das lernen, was sie für die kommenden Jahre FIT macht und nicht DAS, was sie für die kommenden Jahre frustriert.

Mein Herzensmensch und ich investieren zur Zeit ganz viel Arbeit und Liebe, um die schulischen Defizite aufzufangen - und es ist nicht leicht, einem weinenden Mädchen zu erklären, warum sie morgen DOCH wieder zur Schule gehen soll.
Oder einem grossen Jungen, dass er DIE Schule wählen darf, die er möchte - und nicht DIE, die die Meisten nehmen.

Am Ende des Tages sind wir zwar alle geschafft - aber wir fühlen, dass wir ein Team sind und SO die Schule des Lebens am besten meistern.


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